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Beziehungskiller Social Media? 6 Tipps wie die Beziehnung nicht darunter leidet!

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Soziale Medien wie Instagram, Facebook & co ermöglichen den Nutzern, mit anderen Personen in Kontakt zu treten und sich über ähnliche Interessen auszutauschen. Die digitale Kommunikation steht im Vordergrund. Doch was passiert mit der Kommunikation im real live, wenn wir uns laut Statista über 2h täglich auf Instagram & co. aufhalten? Ist Social Media der neue Beziehungskiller Nummer 1?

Dies ist zugegebenermaßen eine gewagte These. Und womöglich werde ich auch nicht die Top-Beziehungsratgeberin, dennoch mache ich mir über dieses Thema viele Gedanken und möchte diese mit euch teilen. Denn ich merke zunehmend, dass Social Media das tägliche Leben verändert – zumindest für all diejenigen, die Teil dieser digitalen Welt sind. Wie selbstverständlich wurde diese Welt in den letzten Jahren Teil unseres Lebens, doch machen wir uns auch Gedanken welche Veränderungen dies mit sich bringt.

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Frauen geben den Ton an

In Punkto Social Media geben die Frauen den Ton an: rund 68% der Influencerinnen sind weiblich. Zudem neigen Frauen eher dazu, tägliche Situationen ihres Lebens auf der Plattform zu teilen – auch wenn diese es nicht aus monetären Gründen tun. Wie verändern sich also Beziehungen, wenn die Partnerin einem solch speziellen Hobby oder gar Beruf nachgeht?

Kritiker werden nun sagen, dass jeder Selbständige Beruf und Privatleben nicht hart trennt: doch da gibt es einen essentiellen Unterschied. Kaum eine Selbtständigkeit sorgt dafür, dass das Privatleben quasi in Echtzeit mit einer riesigen Followerschaft geteilt.

Der Instagram Husband

Ein Effekt der Social Media Frauen, der sogar schon einen Namen hat: der Instagram Husband. Eine ganz eigene Spezies von Männern im Zeiten von Instagram & co. Doch was macht einen waschechten Instagram Husband eigentlich aus? Er macht das 100. Foto seiner Angebeteten mit Kaffebecher in der Hand, das Essen wird stets kalt gegessen, da zuvor ein Foto gemacht werden muss und er kennt das Gesicht der Liebsten eigentlich nur noch mit Handy davor. Das die heimische Wohnung in einer Zweigliederlassung der Deutschen Post umgewandelt wird, hätte ich fast vergessen.

Die Rolle des Instagram Husband wird immer mehr gelebt – so zumindest kommt es mir vor, wenn ich täglich auf Instagram schaue. Sie begleiten ihre Freundinnen zu Events und essen Cupcakes mit rosa Glitzerstaub, dekorieren die Wohnung instagramtauglich um und sitzen Frontrow bei Damen Modeschauen. Natürlich sind die auch der private 24/7 Fotograf. Und sehr gewissenhafte Instagram Husbands frisieren sogar ihre Partnerin, obwohl sie dieses Handwerk nicht gelernt haben. Alles im Sinne der Liebe? Womöglich. Doch sind wir mal ehrlich, welchem Mann macht es Spaß, der persönliche Assistentin des Instagram-Sternchens aka „Freundin“ zu sein?

Beziehungskiller Social Media

Auch ohne Instagram Husband und einer Influencer Freundin, kann Social Media die Beziehung belasten. Selbst wenn Inhalte nur gelegentlich geteilt werden und aif dem Medium lediglich Inhalte anderer konsumiert werden, ist dies ein erheblicher Zeitaufwand. Zeit die man in sein Mobiltelefon starrt, anstatt sich zu unterhalten. Allein wenn ich an einem Samstagnachmittag in einem Café die Paare beobachte, bestärkt sich meine These: Social Media schadet der Beziehung, denn über 90% der Paare haben permanent ihr Handy in der Hand, machen Selfies, posten diese, antworten auf Kommentare, schreiben Whatsapp,…

Mag sein, dass ich mir darüber zu viele Gedanken mache, da ich lieber präventativ das Thema angehe, als irgendwann Schadensbegrenzung zu machen. Daher denke ich oft über dieses Thema nach und habe für mich persönlich 5 Regeln aufgestellt, wie Social Media und Beziehung in Einklang bringe.

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Meine Regeln für Social Media und Beziehung

Aufgrund meiner eigenen Aktivität auf Social Media habe ich mir eigene Regeln aufgestellt, mit denen ich meine Beziehung schützen möchte. Natürlich wird ein verständnisvoller Partner immer sagen, dass ihn dieses Hobby nicht stört und alles „gar kein Problem“ ist, doch ich bin da einfach ganz schonungslos: dieses ganze Fotos machen, Videos filmen und jede Sekunde des täglichen Lebens digital festzuhalten, ist für das Umfeld zum Teil schon sehr nervig! Natürlich gibt es Ausnahmen, für große Influencer-Couples, die das Hobby teilen und beide sehr aktiv sind, hat all das einen anderen Effekt. Doch wenn der Partner (zum Glück!!!!) nichts mit Instagram am Hut hat, kann dies die Beziehung schon auf die Probe stellen.

Ich möchte euch nun an meinen eigenen Regeln teilhaben lassen. Diese sind erprobt und funktionieren sehr gut! 😉


pepperandgoldIm Laufe der Zeit habe ich es mir angewöhnt, meine Bilder hauptsächlich mit dem Stativ selbst zu fotografieren. Dies funktioniert dank Canon App und Selbstauslöser sehr gut. Man muss natürlich erstmal lernen, die Blicke der Passanten auf der Straße zu ignorieren. 😉 Natürlich macht mein Freund auch Fotos von mir – dies jedoch nur, wenn wir eh zusammen unterwegs sind und das Foto in den Alltag integriert wird. Unsere kostbare gemeinsame Freizeit verwende ich nicht dafür um zu „shooten“, auch wenn ich es liebe, wenn er ein Foto von mir macht.

pepperandgoldSollte mein Freund dann doch mal ein Foto machen, wird dies recht schnell erledigt. Auch wenn ich teilweise sehr kritisch bin was Fotos betrifft, muss ich diese Selbstkritik in dem Fall zurückstecken. Es gibt also keine ausgedehnten Foto-Sessions in denen ich mich zum 100. Mal in der gleiche Pose fotografieren lassen. Wenn nach 5 Minuten kein passendes Foto dabei ist, gehe ich lieber entspannt mit meinem Freund einen Kaffee trinken. Schließlich soll das Thema Spaß machen und keinen Stress erzeugen.

Tipp 3: Offen das Thema besprechen

Gerade vor Reisen oder gemeinsamen Urlauben spreche ich das Thema „Instagram“ an. Wir entscheiden dann gemeinsam, ob ich eine Kooperation annehme und dies einen gewissen Verlust der Privatsphäre beudeutet oder ob wir eine komplett private Reise ohne Social Media machen. Aber auch über das Thema Reisen hinaus besprechen wir gemeinsam welche Einblicke in mein Leben (was natürlich auch ein Stück weit sein Leben ist) gezeigt werden. Man sollte auch nicht beleidigt sein, wenn der Partner klar sagt, was er nicht möchte. Ich sehe diese Offenheit sogar als großen Pluspunkt.

Tipp 4: Die Privatsphäre der Beziehung respektieren

Liebe ist etwas wundervolles und ich kann verstehen, dass man sein Glück gerne mit der ganzen Welt teilen möchte. Doch das veröffentlichen sehr privater Momente birgt nicht nur viele Risiken, sondern es zerstört auch den Zauber der Zweisamkeit. Natürlich bin ich auch die typische Frau, die gerne kitschige Fotos mit Liebesbekundungen posten würde – ABER aus rationalen Gründen habe ich mich dagegen entschieden. Schließlich steht die Privatsphäre des Partners und der Beziehung an erster Stelle. Meine Regel: der Wunsch meines Partners, der „gezwungermaßen“ Teil meines Instagram-Lebens ist, steht an erster Stelle. Wenn er etwas nicht möchte, dann akzeptiere ich das zu 100%!

Tipp 5: Bewusst über die Social Media Zeit nachdenken

Wenn beide Partner in einer Beziehung viel arbeiten und wenig gemeinsame Zeit haben, sollten die Momente der Zweisamkeit bewusst genossen werden. Daher lege ich Abends gerne das Handy weg, anstatt Kommentare zu beantworten. Zudem plane ich meine Zeit so, dass ich besipielsweise Blogposts an den Abenden schreibe, wo ich alleine Zuhause bin. Zudem verbiete ich mir selbst, permanent das Handy rauszuholen und zu schauen, was bei Instagram so passiert – schließlich poste ich nicht nur, sondern folge auch anderen Personen. Es ist doch schrecklich, wenn man zusammen im Restaurant ist und man hat ständig das Handy vor dem Gesicht.

Tipp 6: No-Go Satz: „Schatz, kannst du das bitte machen“

Ich mache Fotos, schreibe Blogposts und beantworte Instagram Kommentare – dann kann doch der Partner die Hausarbeit machen. Dies ist ein absolutes No-Go! Spätestens wenn man in einer Beziehung an diesem Punkt angekommen ist, wird jeder Mann den Selbstdarstellungszwang der Freundin verfluchen. Ich übertrage keine To-Do’s an meinen Partner, nur weil ich durch mein Social Media Hobby keine Zeit dafür finde. Ich denke, dass sich dies bei jedem Hobby versteht, doch durch den schmalen Grad zwischen den alltäglichen Dingen und dem posten dieser auf Instagram, geraten viele Dinge oftmals in den Hintergrund. Und wenn ich bei gewissen Insta-Sternchen auf deren Videos das Chaos in der Wohnung sehe, frage ich mich wie das eine Beziehung aushält?


Habt ihr auch Tipps oder eigene Regeln, wie ihr das Thema Beziehung und Social Media in Einklang bringt? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen! Dieses Thema wird leider viel selten diskutiert und auch meine Google Suche hat kaum Ergebnisse oder andere Erfahrungsberichte gebracht.

Nun klappe ich das Laptop zu, lege das iPhone weg und trinke ganz analog einen Wein.

Alles Liebe, eure Jennifer

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